Online-Vortrag von Prof. Dr. Karin Stögner: Über das Verhältnis von Antisemitismus, Ideologiekritik und Intersektionalität

Sigmund-Freud-Institut
Online

  • 22. Juni 23
    19:00

Livestream ohne Anmeldung. Der Vortrag ist erreichbar unter folgendem Link:

Karin Stögner: Über das Verhältnis von Antisemitismus, Ideologiekritik und Intersektionalität - YouTube

In ihrem Vortrag befasst sich Karin Stögner mit dem Stellenwert des Konzepts der Intersektionalität für die Antisemitismusforschung. In diesem Zuge stellt sie ihren Ansatz der Intersektionalität von Ideologien vor, den sie in der Beschäftigung mit der Kritischen Theorie entwickelt hat. Hiermit eröffnet Karin Stögner einen Zugang zur Intersektionalität, der verschiedene Ideologien in ihrer wechselseitigen Verschränkung, wie auch ihrer Differenz begreifbar macht. In dieser Perspektive wird der Antisemitismus als intersektionale Ideologie schlechthin lesbar: In ihm überkreuzen sich Momente des Sexismus, des Rassismus und Nationalismus – und auch umgekehrt zeigt der Antisemitismus seine Wirksamkeit in anderen Ideologien. Im Zentrum des Vortrags steht die Perspektive auf das Ineinandergreifen von Antisemitismus und Sexismus.

Prof. Dr. Karin Stögner hat seit 2019 den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Passau inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, in feministischen Theorien, der Antisemitismusforschung, Geschlechtersoziologie, Kultursoziologie und der Politischen Soziologie. Aktuelle Publikation: Hg.: Karin Stögner und Alexandra Colligs (2022): Kritische Theorie und Feminismus. Suhrkamp.