Dabei wird die professionelle Haltung von Staatsbediensteten in ihrem rollenspezifischen institutionellen Kontext in den Blick genommen, deren Verständnis im Beitrag auf der Grundlage eines reflexiven Professions- und Haltungsverständnisses entfaltet wird. Auf Basis aktueller empirischer Befunde zu antisemitischen Erfahrungen in Institutionen und zum Phänomen eines zunehmend tolerierten Antisemitismus wird gezeigt, dass kognitives Faktenwissen zwar eine notwendige Grundlage bildet, allein jedoch nicht ausreicht, um Betroffene zu schützen und verantwortliches Handeln im öffentlichen Dienst zu fördern.