Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert

Willkommen auf der Webseite des Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FoNA21). Seit 2021 vernetzen und begleiten wir die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekte im Bereich der Antisemitismusforschung, die sich aus verschiedenen Perspektiven und Fragestellungen mit den Ursachen, Hintergründen und Erscheinungsformen des gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland befassen. Mit unterschiedlichen Veranstaltungs- und Präsentationsformaten unterstützen wir den Wissenstransfer in Politik und Gesellschaft und bieten Raum für Dialog.

FonA21 wurde im Rahmen des Förderprogramms „Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF = jetzt BMFTR) 2021 gegründet. Seit Januar 2026 sind wir in der zweiten Förderphase und setzen unsere Arbeit als Begleitvorhaben fort. Mit der erneuten Ausschreibung des BMFTR wurden 13 neue Projekte gewonnen, die wir in den nächsten fünf Jahren unterstützen. Damit wächst FonA21 zu einem noch größeren, zunehmend auch international ausgerichteten Verbund, der Forschung, Praxis und Zivilgesellschaft enger miteinander verknüpft und neue Perspektiven auf Antisemitismus im 21. Jahrhundert eröffnet. 

Publikationen

  • RESPOND!: Buhin, L., Odağ, Ö., Kraj, A.M., Isakov, S.B., & Shwartz, N.: “I don’t see a way in”: Emerging adults' responses to hate speech online, in: Counselling Psychology Quarterly, 24.03.2026, https://doi.org/10.1080/09515070.2026.2640025.

  • Alltagskultur: Philipp Graf: Ausgeschlagenes Erbe Die jüdische Geschichte Halberstadts in der DDR, in: (toldot bd. 17), Leipzig 2025.

  • RelcoDiff: Benjamin Rensch-Kruse, Yasemin Goldhorn: Antisemitismus in Kindertagesstätten erforschen. Forschungsethische Perspektiven und Reflexionen dilemmatischer Herausforderungen, in: Sabine Andresen, Michael Fingerle, Helge Kminek (Hrsg.), Erziehungswissenschaft und Ethik. Verstrickungen, Widersprüche und Spannungsfelder in Forschung und Lehre, Stuttgart 2026, S. 93-109 .

Alle Publikationen

Antisemitismuserfahrung in der Dritten Generation
Der interdisziplinäre Verbund untersuchte, ob und wie heutige Antisemitismuserfahrungen der Dritten Generation die Verfolgungserfahrungen ihrer Großeltern transgenerational re-aktualisieren.
Antisemitismusprävention im europäischen Schulunterricht
Das Projekt erforscht den Umgang mit Antisemitismus im schulischen Unterricht und entwickelt digitale Unterrichtsmaterialien zur fächerübergreifenden Antisemitismusprävention.
Das Objekt zum Subjekt machen
Das Vorhaben begegnet fragmentiertem Wissen über die religiöse und lebensweltliche Praxis des Judentums, indem Aspekte der jüdischen Alltagskultur erforscht und praxisbezogen für den Unterricht und die historisch-politische Bildungsarbeit aufbereitet werden.
ASJust - Struggling for Justice
Wie erfasst die Justiz Antisemitismus? Eine systematische Bestandsaufnahme der justiziellen Praxis soll darüber Aufschluss gegeben. Unter Einbeziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse der Antisemitismusforschung und Berücksichtigung der Betroffenenperspektive werden Lücken aufgezeigt und Handlungsoptionen mit und für die Justiz entwickelt.
Christliche Signaturen des zeitgenössischen Antisemitismus
Das Verbundprojekt widmet sich der Identifizierung und wissenschaftlichen Analyse religiös-christlicher Elemente des Antisemitismus in seinen historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen und vermittelt mit einem breit angelegten Transferkonzept die Forschungsergebnisse in Wissenschaft, Schule und Erwachsenenbildung.
EMPATHIA³
EMPATHIA³ fokussiert angehende Polizei- und Lehrkräfte im Umgang mit Antisemitismus. Es werden ein Kerncurriculum, ein standardisierter Test und eine Intervention entwickelt, evaluiert und implementiert.
Net Olam
Das Verbundvorhaben Net Olam leistet umfassende Datenerhebung zu den bisher wenig erforschten Übergriffen auf jüdische Friedhöfe, erarbeitet Präventionskonzepte und baut ein Netzwerk zu Wissensvermittlung und Schutz auf.
Antisemitismus in pädagogischen Kontexten
Das interdisziplinäre Verbundvorhaben rekonstruiert religiöse Differenzkonstruktionen von Kindern im Vor- und Grundschulalter, um antisemitische Haltungen zu untersuchen und ihnen entgegenzuwirken.
RESPOND! NEIN zu Judenhass im Netz!
Das Verbundprojekt RESPOND! verfolgt das Ziel der Entwicklung und Verbreitung einer nachhaltigen Gegenstimme junger Menschen zur Bekämpfung antisemitischer Hassrede im deutschsprachigen Netz.
Jüdische Reaktionen auf Antisemitismus
Das Forschungsprojekt untersucht in einer ersten Phase, wie sehr erfahrene oder antizipierte Ablehnung Jüdinnen und Juden in ihrer Religionsausübung beeinträchtigt. In einer zweiten Phase geht es um Aufklärung und Weiterbildung in Gestalt von Workshops und Online-Videos.