A³ – Antisemitismus am Arbeitsplatz
Projektbeschreibung
Der Arbeitsplatz ist ein zentraler Bestandteil unseres Alltags. Das gesamtgesellschaftliche Problem des Antisemitismus macht auch vor diesem nicht Halt. Jüdinnen und Juden berichten zunehmend von antisemitischen Vorfällen in ihrem Arbeitsalltag, doch bislang gibt es kaum Forschung zu diesem Themenfeld. Das Projekt zielt darauf ab, die konkreten Erfahrungen von Jüdinnen und Juden mit Antisemitismus am Arbeitsplatz sowie dessen Folgen zu erfassen und sichtbar machen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Faktoren im Arbeitsumfeld, die als unterstützend wahrgenommen werden, sowie auf Möglichkeiten, die Handlungsfähigkeit von Betroffenen zu stärken. Hierfür führen wir Interviews mit Jüdinnen und Juden und erfassen ihre Erfahrungen und die Auswirkungen im Rahmen einer längsschnittlichen Experience-Sampling Studie.
Das Ziel des Projekts ist eine fundierte Analyse von Antisemitismus am Arbeitsplatz in Deutschland, deren Ergebnisse über das Projekt hinaus eine Grundlage für zukünftige Forschung bilden sollen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Entwicklung von Bildungsbausteinen zur Antisemitismusprävention ein.
Das Projekt führen wir in Zusammenarbeit mit unseren Praxispartnern Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), Zentralrat der Juden in Deutschland und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. durch.
- Dominique Guilleaume (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
- Dr. Micha Hilbert (Bergische Universität Wuppertal)
- Prof. Dr. Carmen Binnewies (Universität Münster)
- Prof. Dr. Roland Imhoff (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Kontakt
Dr. Fiona Kazarovytska
Johannes Gutenberg-Universität Mainz