Jüdische Lebenswelten
Im Zentrum der diesjährigen Sommerakademie steht die Auseinandersetzung mit den heterogenen jüdischen Lebenswelten in Deutschland, die im öffentlichen Diskurs häufig als homogene Gruppe wahrgenommen werden. Wir möchten diese Vielfalt sichtbar machen, differenzierte Perspektiven vermitteln und vereinfachende Zuschreibungen kritisch hinterfragen. So werden unter anderem (post-)migrantische Lebensrealitäten – insbesondere der zweiten und dritten Generation von Jüdinnen und Juden mit postsowjetischer Migrationserfahrung –, unterschiedliche Bezüge zu Israel, jüdische Perspektiven auf Antisemitismus sowie Ansätze von Dialog- und Begegnungsarbeit in einer pluralen Gesellschaft thematisiert werden.
Die Sommerakademie richtet sich an Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, Fachkräfte aus Prävention und Antidiskriminierungsarbeit, Akteur:innen aus schulischer und außerschulischer Bildung, Praktiker:innen der politischen Bildung und Dialogarbeit sowie an eine interessierte Fachöffentlichkeit. Durch die Verbindung von wissenschaftlichen Analysen und praxisorientierten Formaten wie Vorträgen, Panels und Workshops soll der Wissenstransfer gestärkt, der Austausch zwischen unterschiedlichen Akteur:innen gefördert und Impulse für Bildungsarbeit, Prävention und politische Praxis entwickelt werden.
Die Angebote werden folgende Bereiche und Fragen umfassen:
- Pluralität jüdischer Identitäten
- (Post)migrantische jüdische Lebenswelten
- Israelis in Deutschland
- Sicherheit nach dem 7. Oktober 2023
- Dialog und Begegnung
- Vermittlung jüdischer Lebenswelten in die nichtjüdische Mehrheitsgesellschaft
Die Teilnahme an der Sommerakademie wird als Bildungsurlaub anerkannt. Das detaillierte Programm wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben, eine Anmeldung ist bereits jetzt möglich.
Zeit: 07./08. September 2026
Ort: TU Berlin
Teilnahmebeitrag: 30 €
Anmeldung unter: https://events.tu-berlin.de/de/events/019e63ea-de76-7214-b79c-f191ed50bc1a