FonA21 auf dem Deutschen Präventionstag 2025

Am 23. und 24.06.2025 tagt der Deutsche Präventionstag in Augsburg. FonA21 ist gemeinsam mit den Transfervorhaben und Wissensnetzwerken der BMFTR-Förderrichtlinien zur Radikalisierungs- und Extremismusforschung vor Ort.

Die Projekte der aktuellen BMBF-Förderlinien zu Antisemitismus, Islamismus, Rassismus und Rechtsextremismus erarbeiten differenzierte Perspektiven auf gesellschaftliche Konflikte, Gewaltphänomene, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Spektrum reicht von grundlagentheoretischen Perspektiven bis hin zur Entwicklung praktischer Präventionsangebote, die auf der kommunalen Ebene Anwendung finden. Mit ihrer fundierten Forschung liefern die Projekte wichtige Einsichten auf der Phänomenebene und tragen zu gesellschaftspolitischen Debatten bei.

Zur Koordination, Vernetzung und Unterstützung bilden Wissensnetzwerke und Transferprojekte den flankierenden Rahmen der Förderlinien. Sie unterstützen den Transfer aus der Wissenschaft in Politik, Fachpraxis und Zivilgesellschaft, begleiten die Forschung von Beginn an und übernehmen damit eine wichtige Brückenfunktion.

Auf dem DPT 2025 möchten die Wissensnetzwerke und Transferprojekte FoNA21 (Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert), RADIS (Transferprojekt Ursachen und Wirkungen von Islamismus), WinRa (Wissensnetzwerk Rassismusforschung) und Wi-REX (Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung) mit einem gemeinsamen Informationsstand die friedens-, demokratie- und konfliktrelevanten Erkenntnisse aus den Förderlinien repräsentieren und mit Fachkolleg*innen in den Austausch treten.

Wo Sie uns finden: Halle 1, Stand 1126.

Darüberhinaus präsentierten Jana-Andrea Frommer und Sarah Jadwiga Jahn, vom Projekt EMPATHIA³, den Sammelband „Antisemitismusprävention durch ethisch-politische Bildung der Polizei. Perspektiven von Polizei, Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf den Schutz jüdischen Lebens und Demokratie“ (2024). 

Antisemitismusprävention durch ethisch-politische Bildung

Der Deutsche Präventionstag wurde 1995 als nationaler jährlicher Kongress speziell für das Arbeitsfeld der Gewalt- und Kriminalprävention begründet. Von Beginn an war es das Ziel, Kriminalprävention ressortübergreifend, interdisziplinär und in einem breiten gesellschaftlichen Rahmen darzustellen und zu stärken. Nach und nach hat sich der Deutsche Präventionstag auch für Institutionen, Projekte, Methoden, Fragestellungen und Erkenntnisse aus anderen Arbeitsfeldern der Prävention geöffnet, die bereits in mehr oder weniger direkten inhaltlichen Zusammenhängen stehen. Neben der weiterhin zentral behandelten Gewalt- und Kriminalprävention reicht das erweiterte Spektrum des Kongresses von der Suchtprävention oder der Verkehrsprävention bis hin zu den verschiedenen Präventionsbereichen im Gesundheitswesen.

Der Kongress wendet sich insbesondere an alle Verantwortungsträger der Prävention aus Behörden, Gemeinden, Städten und Kreisen, Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe, Justiz, Kirchen, Medien, Politik, Polizei, Präventionsgremien, Projekten, Schulen, Sport, Vereinigungen und Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und alle anderen Interessierten.

Deutscher Präventionstag